Dirigent
Georg Köhler
Georg Köhler erlangte als Preisträger der Mahler Competition 2023 internationale Aufmerksamkeit. Diese Anerkennung folgte auf eine Tätigkeit als Assistant Conductor des Orchestre National d’Île-de-France-auf Wunsch der Musiker über die reguläre Dauer hinaus auf zwei Spielzeiten verlängert. Seither dirigierte er Orchester wie Staatskapelle Dresden, Münchner Symphoniker, Turku Philharmonic und Philharmonisches Orchester Erfurt.
Die Saison 2025/26 zeigt Köhlers Vielseitigkeit in Oper, Ballett und Sinfonik. Er dirigiert Werke von Schubert über Britten bis zu lebenden Komponisten wie Sivan Eldar. Prominente Debüts führen ihn zu SWR Symphonieorchester, Jenaer Philharmonie, Brandenburgischem Staatsorchester Frankfurt, Palau de les Arts Reina Sofía und Kärntner Sinfonieorchester Klagenfurt, während er ans Theater Basel und zum Orchestra della Svizzera italiana zurückkehrt.
Ausgebildet an den Musikhochschulen Stuttgart und Zürich, schloss Köhler seine Studien bei Johannes Schlaefli „mit Auszeichnung“ ab. Prägende Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Bernard Haitink, Esa-Pekka Salonen und David Zinman.
Von aufmerksamem Zuhören geleitet, prägen Präsenz und Reaktionsvermögen Köhlers Führungsstil. Über das Podium hinaus gilt seine Neugierde der Beziehung zum Publikum, wobei er jede Aufführung als gemeinsame Neuentdeckung versteht. Diese Haltung entspringt Köhlers Wahrnehmung von Klang, Hören und Geste weniger als unterschiedliche Ereignisse, sondern als Färbungen eines ungeteilten Kontinuums.
Chorleiterin
Lea Stadelmann
Lea Stadelmann (*1999) wuchs in Luzern auf und ist als Chorleiterin und Ensemblesängerin tätig.
Zurzeit studiert sie im Masterstudiengang Chorleitung bei Prof. Ulrike Grosch an der Hochschule für Musik Luzern.Erste dirigentische Erfahrungen sammelte sie im Chor inkognito, den sie 2015 gründete und seither leitet. Der Chor ist bekannt für sein stilistisch breites Repertoire. 2021 gründete sie gemeinsam mit Anna Wyss-Kölbener den Appenzeller Jugendchor, in dem rund 50 Jugendliche aus beiden Halbkantonen singen. Jährlich realisiert der Appenzeller Jugendchor grosse Projekte und hat sich seither zu einem wichtigen kulturellen Akteur im Appenzellerland etabliert. Daraus entwickelte sich zudem das Vokalensemble cellavocis, das sich der Vokalmusik aus dem Barock widmet. Im Dezember 2023 übernahm Lea Stadelmann gemeinsam mit Chiara Selva die Leitung des Luzerner Chores molto cantabile, der sich durch innovative Konzertformate und anspruchsvolle Programme auszeichnet.
In den Jahren 2023 und 2024 war sie Assistentin von Nicolas Fink beim Schweizer Jugendchor. Wichtige dirigentische Impulse erhielt sie ausserdem von Justin Doyle, Andreas Felber, Florian Helgath, Marco Amherd und Raphael Immoos. Zusätzliche Assistenzen und Stellvertretungen ergänzen ihre Ausbildung. Zudem leitet sie das Offene Singen und die Singwoche des Davos Festivals.
Die Mezzosopranistin ist eine erfahrene Chor- und Ensemblesängerin. Von klein auf nahm sie neben Cello- auch Gesangsunterricht und sang im Luzerner Mädchenchor. Bald folgte das Colleqium Vokale zu Franziskanern, der Schweizer Jugendchor und diverse Projektensembles. Zudem singt sie solistisch in Ensembles, etwa im Vokalensemble the quire, das sich der Interpretation von Vokalmusik um 1600 widmet.
Assistenz Bläser
Yann Martig
Der Schweizer Oboist Yann Martig nahm sein Oboenstudium bereits im Alter von 16 Jahren an der Hochschule der Künste Bern bei Prof. Jaime González auf. Anschliessend absolvierte er bei Prof. Martin Frutiger an der Hochschule Luzern die Masterstudiengänge Instrumentalpädagogik und Musikperformance, die er mit Auszeichnung abschloss.
Prägende künstlerische Impulse erhielt Yann Martig in Meisterkursen bei Nick Deutsch, Heinz Holliger, Nanako Kondo, Omar Zoboli, Jean-Louis Capezzali, David Walter und Gregor Witt. Zudem ist er mehrfacher Preisträger des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs.
Eine besondere Bedeutung in seinem musikalischen Werdegang kommt dem Loh-Orchester Sondershausen / Theater Nordhausen zu: Von 2022 bis 2025 hatte Yann Martig in diesem Orchester als Oboist und Englischhornist eine feste Stelle inne. Ausserdem wurde er vom Loh-Orchester bereits mehrfach als gern gesehener Solist engagiert – zuletzt 2026 mit Boshuslav Martinůs Oboenkonzert.
Seit Sommer 2025 vermittelt Yann Martig sein musikalisches Wissen mit Begeisterung an den Musikschulen Konservatorium Zürich, Hitzkirch und Hochdorf und konzertiert in diversen Orchestern in der Schweiz, wie dem Swiss National Orchestra und der Sinfonia Valais-Wallis. Ausserdem widmet er sich mit grosser Hingabe der Kammermusik.
Konzertmeisterin
Bita Ardestani
Bita Ardestani (*1999) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von sieben Jahren bei Erich Meili in Schaffhausen. Mit wachsender Begeisterung für ihr Instrument absolvierte sie das Förderprogramm sowie das Vorstudium am Konservatorium Winterthur bei Eiko Furusawa und Philip Draganov. Prägende Orchestererfahrungen mit dem Musikkollegium Winterthur, dem Berner Kammerorchester und dem Luzerner Sinfonieorchester bestärkten sie darin eine Laufbahn als Orchestermusikerin einzuschlagen.
Parallel dazu entwickelte sich zunehmend ihre Leidenschaft für die Kammermusik, die heute einen zentralen Bestandteil ihrer musikalischen Tätigkeit bildet. Besonders prägend waren regelmässige Konzerte mit dem 2021 gegründeten Streichtrio Ava, das unter der Begleitung von Isabel
Charisius (ehem. Alban Berg Quartett) und Daniel Dodds (KM Festival Strings Lucerne) stand. Weitere wertvolle Erfahrungen als Konzertmeisterin sammelte sie unter anderem mit dem Jugendsinfonieorchester Bern und Schaffhausen, dem Orchester Santa Maria und der Jungen Philharmonie Zentralschweiz.
Im Juli 2025 schloss sie ihren Master in Performance mit Auszeichnung bei Igor Karsko an der Hochschule Luzern – Musik ab. Ergänzend dazu absolvierte sie ein Praktikum im Berner Symphonieorchester, wo sie derzeit als Zuzügerin tätig ist.
Stimmbildnerin
Maria Reina Navarro
María Reina Navarro Crespo ist in Alicante in Spanien geboren und wohnt heute in Konstanz. Sie beginnt ihre musikalische Ausbildung mit klassischer Gitarre. Ihr Studium in Humanwissenschaften an der Universität Alicante schließt sie mit Auszeichnung ab. Anschließend beginnt sie ihre Ausbildung zur Sopranistin in Genf, Zürich und der Hochschule für Musik in Lausanne. Gleichzeitig studiert sie Musikwissenschaft an der Universität Genf. Ihre Ausbildung als Solistin schließt sie der Escuela de Música de Cataluña mit Auszeichnung ab.
Als Solistin hat sie mit renommierten Orchestern gesungen, wie dem Sinfonischen Orchester St. Gallen, dem Händel’s Company Orchester für Alte Musik, der Camerata Europeana, dem Bodensee Barockorchester, dem ADDA Sinfonieorchester von Alicante und der Bodensee Philharmonie.Im Verlauf ihrer Karriere war sie Mitglied bedeutender Chöre und internationaler Ensembles, wie dem Chœur de Radio France, dem Chœur de Chambre de Namur, dem Chœur de l’Opéra de Lausanne.
Neben ihrer Tätigkeit als Interpretin und Musikvermittlerin widmet sie sich mit besonderer Leidenschaft der Stimmbildung. Sie hat einen Master in Gesangspädagogik an der ZHdK abgeschlossen und ist im SYNG Training bei Kenneth Posey ausgebildet. In ihrer Arbeit legt sie Wert auf eine individuelle, körperbewusste und nachhaltige Entwicklung der Stimme.
Korrepetitorin
Clémence Hirt
Die Freiburger Pianistin Clémence Hirt ist als Liedpianistin, Korrepetitorin und Kammermusikerin in der ganzen Schweiz tätig.
Ihr Einsatz für die Liedkunst wurde bei internationalen Liedwettbewerben gefeiert und sie ist in vielen Liedfestivals in der Schweiz aufgetreten. Mit dem Tenor Remy Burnens spielt sie seit 2018 als Duo Dalùna. Neben regelmässigen Auftritten im In- und Ausland bereiten sie ein zweites Album vor. Die Pianistin wird in der Saison 2026-2027 drei Produktionen im TOBS sowie ein Projekt im Grand Théâtre de Genève korrepetieren. Zudem arbeitet sie mit dem Opernkollektiv Zürich, der Opéra des Champs in Bulle sowie dem Operntheater für Kinder in Solothurn
Als Korrepetitorin wird Clémence Hirt regelmässig von Chören und Solisten engagiert. So ist sie die Korrepetitorin vom Schweizer Jugendchor unter der Leitung von Nicolas Fink und vom Konzertchor Solothurn unter der Leitung von Joël Morand. Sie hat unter anderem mit Daniel Reuss und dem Ensemble vocal de Lausanne sowie Simon Rattle beim Verbier Festival gespielt. Sie arbeitete als Korrepetitorin für Gesang an den Musikhochschulen von Genf und Lausanne.
Die Musikerin absolvierte ihre Ausbildung an den Musikhochschulen von Genf und Zürich. Sie unterrichtet Klavier an der Musikschule Biel. Sie leitet das Vokalensemble Hathor in Fribourg und bildet sich im Fach Orchesterdirigieren an der HKB bei Florian Ziemen weiter.
clemencehirt.com
Projektkoordination
Dominik Lauchenauer
Dominik Lauchenauer, Egnach TG. Nach einer technischen Lehrausbildung bildete er sich zum Technischen Kaufmann mit eidg. Fachausweis weiter. Er war achteinhalb Jahre in einer Engineeringfirma im Vertrieb und der Projektierung von elektrotechnischen Komponenten für Kläranlagen tätig.
Seit seinem 9. Lebensjahr ist er engagierter Amateurmusiker. In diesem Umfeld konnte er vielfältige menschliche und strukturelle Erfahrungen als Teilnehmer von Jugendorchestern und Musiklagern sammeln. Er bildete sich in der Musiktheorie und im Kulturmanagement weiter. Von 1995-2014 war er im Vorstand der Jeunesses Musicales Schweiz und gründete 1996 eine eigene Sektion, die Jeunesses Musicales Thurgau. In dieser Zeit organisierte er bereits mehrfach erfolgreich Musiklager u. Jugendkonzerte. Er initiierte und konzipierte das Projekt der Musikinsel Rheinau.